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Titel
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Sinclair QL
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Beschreibung
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Der Sinclair QL (Quantum Leap) oder spöttisch auch "quite late"
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Details
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Der Sinclair QL war in den frühen 1980er Jahren ein echter Außenseiter unter den Heimcomputern. Als er am 12. Januar 1984 auf den Markt kam, sollte er nicht einfach nur ein weiteres Upgrade des bekannten ZX Spectrum sein, sondern ein ambitionierter High-End-Player. Sinclair Research positionierte den QL bewusst als Oberklasse-Konkurrent, der in seiner Leistung mit Systemen wie dem Apple Macintosh mithalten sollte. Das Ziel war es, nicht nur Hobbyisten, sondern auch ernsthafte Anwender und Executive Users in kleinen und mittelständischen Unternehmen anzusprechen.
Was den QL technisch so revolutionär machte, war die Hardware. Während seine Vorgänger oft auf den Z80 Prozessor setzten, setzte Sinclair beim QL auf den deutlich leistungsstärkeren Motorola 68008. Dieser Chip war ein Mitglied der 68000-Familie und lief mit einer beeindruckenden Taktfrequenz von 7,5 MHz. Intern verfügte der Computer über 128 KB RAM, wobei dies praktisch auf fast 900 KB erweitert werden konnte. Die Anzeige war ebenso vielseitig: Entweder konnte er in der Auflösung von 256×256 Pixel mit acht Farben oder in der höheren Auflösung von 512×256 Pixel mit vier Farben arbeiten.
Einzigartig und zugleich kontrovers war das Speichersystem. Statt auf die damals üblichen Floppy-Disks setzte der QL auf zwei proprietäre Microdrives. Diese kleinen, Kassetten-ähnlichen Medien waren ein einzigartiger Ansatz, verliehen dem Gerät einen kompakten Charakter. Softwaretechnisch war der QL durch sein Betriebssystem, Sinclair QDOS, gekennzeichnet. Dieses System enthielt eine prädiktive Multitasking-Funktion und SuperBASIC, eine hochentwickelte BASIC-Sprache, die nicht nur als Programmierungswerkzeug, sondern auch als Kommandozeilen-Interpreter diente.
Trotz dieser beeindruckenden technischen Ausstattung war die kommerzielle Reaktion gemischt. Die frühe Markteinführung war hektisch und führte zu Problemen, wie beispielsweise Bugs in der Firmware und anfänglichen Zuverlässigkeitsproblemen mit den Microdrives. Kritiker nannten ihn zu Beginn als „premature baby“. Obwohl der QL als leistungsstark galt, führte die Kombination aus hohen Kosten, dem nicht-standardisierten Microdrive-Format und den anfänglichen Softwareproblemen dazu, dass er den Massenmarkt nicht eroberte und der Verkauf in Großbritannien 1985 eingestellt werden musste.
Dennoch ist das Erbe des QL enorm. Die architektonischen Entscheidungen, die für den QL getroffen wurden, prägten spätere Entwicklungen der Computertechnik. Es gilt als wichtiger Meilenstein, da der QL eines der ersten Massenmarkt-Computer mit einem Betriebssystem mit prädiktivem Multitasking war. Darüber hinaus wird die QL-Erfahrung von Persönlichkeiten wie Linus Torvalds als Teil der Inspiration für die Entwicklung des Linux-Kernels genannt, was zeigt, welch tiefgreifender Einfluss dieser ambitionierte, wenn auch nicht kommerziell erfolgreiche, Computer auf die gesamte Computerwelt hatte.
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Kurator
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C.Fulde